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Emmertsgrunder Sparkassen-Filiale macht dicht – mögliche Nutzungen

In der Januar-Ausgabe hat die Stadtteilzeitung Em-Box über die Schließung der Emmertsgrunder Sparkassen-Filiale berichtet und ich werde mich jetzt mit der möglichen zukünftigen Nutzung der Immobilie beschäftigen.  Dazu hat der Stadtteilverein Heidelberg-Emmertsgrund dem Oberbürgermeister Würzner vorgeschlagen, aus der Sparkassen-Filiale einen Kindergarten zu machen.   Dessen Fachämter haben den Vorschlag überprüft und aus deren Sicht fehlen die Grundvoraussetzungen für die Erteilung der Betriebserlaubnis. Denn innerhalb des Gebäudes wird eine Fläche von mindestens 820 m² gebraucht, […]
 Aus den Bergstadtteilen Emmertsgrund & Boxberg  

In der Januar-Ausgabe hat die Stadtteilzeitung Em-Box über die Schließung der Emmertsgrunder Sparkassen-Filiale berichtet und ich werde mich jetzt mit der möglichen zukünftigen Nutzung der Immobilie beschäftigen. 

Dazu hat der Stadtteilverein Heidelberg-Emmertsgrund dem Oberbürgermeister Würzner vorgeschlagen, aus der Sparkassen-Filiale einen Kindergarten zu machen.  

Dessen Fachämter haben den Vorschlag überprüft und aus deren Sicht fehlen die Grundvoraussetzungen für die Erteilung der Betriebserlaubnis. Denn innerhalb des Gebäudes wird eine Fläche von mindestens 820 m² gebraucht, davon alleine 630 m² für Nutzungsfläche und sonstige Flächen verteilt auf Verkehrsfläche sowie Rettungswege. Dazu ein Außengelände von 200 m². Diese Flächen können bei der Filiale nicht nachgewiesen werden. 

Auch ein Betrieb einer Tagespflegestelle oder einer Großtagespflege wären im Gebäude nicht möglich. Dafür werden Wohneinheiten von 70 bis 120 m² gebraucht. 

Dazu entstehen bis zum September 2021 60 Kindergarten- und 20 Krippenplätze im Anwesen Forum 3. Genau in dieser Größe wird auch ein Objekt bei den ehemaligen Tennisplätzen an der Otto-Hahn-Straße geplant bzw. zumindest wird es behauptet – man weiß ja nie, ob Planungen Realität werden. 

Die Sparkasse selbst hat eine ungefähre Nutzfläche von 190 bis 210 m².  

Was wären denn die Alternativen? Ein Coworking-Space, um lokale Arbeitsplätze zu fördern? Bei der Stadtteilzeitung EmBox – für die Bergstadtteile Emmertsgrund und Boxberg – habe ich einen Artikel über die mögliche zukünftige Nutzung der Emmertsgrunder Sparkasse als Kindergarten geschrieben und hier folgt nun die Fortsetzung. Wäre ein Coworking-Space eine mögliche Alternative?  

Zum einen könnte die Emmertsgrunder Backstube in die Sparkasse einziehen und direkt an der Bushaltestelle viele potenzielle Kunden ansprechen – wenn sie für einen Umzug bereit wäre. Wenn nicht, wäre auch ein Coworking-Space eine sehr gute Idee. 

Denn es gibt nicht nur eine Haltestelle an der Immobilie, sondern auch genug Parkplätze, welche man zur Hälfte dann für Fahrradstellplätze umbauen könnte – für Kurzstrecken braucht man ja kein Auto. Dazu könnte man endlich in den Bergstadtteilen in puncto Wirtschaftspolitik nach vielen Jahren wieder aktiv lokale Arbeitsplätze aufbauen. Ein Coworking-Space in den Bergstadtteilen passtnämlich genau zur aktuellen Lage.  

Denn Coworking ist eine neue Arbeitsform, bei der sich meist Startups, Freiberufler*innen und Arbeitnehmer*innen in z. B. Homeoffice einen zeitlich flexiblen Arbeitsplatz in einem offengestalteten Büro anmieten und den Vorteil des Zusammenarbeitens (engl. co-working) nutzen möchten. Weitere Pluspunkte: keine Kinder durch Aufenthalt im Homeoffice und keine weitere Fahrt zum Arbeitsplatz und eine Alternative vor Ort. 

Pro Arbeitsplatz müsste man um die 200 bis 300 Euro rechnen, für Emmertsgrund eher 150 bis 250Euro. Dazu könnte man – notfalls mit viel Druck – die Stadt als Partner dazu gewinnen, damit man den Umbau ein wenig mitfinanziert – eine Motivation der Sparkasse mitzumachen – und man potenziellen interessierten Menschen ein Startpreis für die ersten 6 oder 12 Monate anbietet, wie zum Beispiel 100 statt 200 Euro. 

Warum soll die Stadt das finanzieren? Damit in den Bergstadtteilen mehr lokale Arbeitsplätze entstehen bzw. Arbeitnehmer:innen in den Bergstadtteilen nicht mit dem Auto viele Kilometer fahren müssen, sondern mit Fahrrad direkt vor Ort ohne Homeoffice ihre Arbeit machen können und somit würde der Stadtteil Emmertsgrund attraktiv.  

Am Ende geht es um 10 bis 12 lokale Arbeitsplätze und bei Erfolg kann man das Modell beim Wiederbeleben des Iduna-Zentrums auch anwenden. Nichts tun ist bei unseren Bergstadtteilen der größte Fehler!