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Hat Heidelberg ein Müllproblem?

Bestimmt hat jeder von euch schon einen randvollen, gar überlaufenden Mülleimer in Heidelberg gesehen, so wie ich selbst erst kürzlich vergangenen Donnerstag am Friedrich-Ebert-Platz, nachmittags an einem Werktag. Und die Probleme häufen sich vielerorts, denn auf der Heidelberger-Facebook-Gruppe wurden am Sonntag einige Bilder von überfüllten Mülleimern gepostet. 
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Bestimmt hat jeder von euch schon einen randvollen, gar überlaufenden Mülleimer in Heidelberg gesehen, so wie ich selbst erst kürzlich vergangenen Donnerstag am Friedrich-Ebert-Platz, nachmittags an einem Werktag. Und die Probleme häufen sich vielerorts, denn auf der Heidelberger-Facebook-Gruppe wurden am Sonntag einige Bilder von überfüllten Mülleimern gepostet (Link). 

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Am Donnerstag hatte ich mir noch nicht vorstellen können, dass ich heute einen Artikel über Müll schreiben muss. In Heidelberg scheint der Tourismus wieder zurück zu sein und das merkt man auch an den Mülleimern. Und nicht selten scheinen einige Mülleimer schon nachmittags an einen Werktag überfüllt zu sein. An belebten Plätzen, wie auf der Neckarwiese, waren die Mülleimer jeher auch meistens schon abends voll gewesen und das im Corona-Sommer 2020. 

Auf der Heidelberger Facebook-Gruppe hat ein User sonntagfrüh einige Bilder hochgeladen von verschiedenen Orten im Heidelberger Zentrum, wie entlang des Neckars. Da stellt sich die Frage, ob die Stadt ihre Verantwortung für die Reinigung der belebten Plätze überhaupt wahrnimmt? 

Natürlich ist es toll, dass der Tourismus wieder in Heidelberg angekommen ist. Aber ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass die Verwaltung, außer Corona-Verordnungen durchsetzen und den Gastrobetrieben mehr Freiraum für eine Außenbewirtschaftung zu geben, nicht viel mehr in puncto Tourismus macht. 

Und wer daraufhin das Argument nennt, am Wochenende oder Sonntag würden unsere Mitarbeiter im Außendienst nicht arbeiten, hat Tourismuspolitik nicht verstanden. Es reicht nicht aus, dass man in Heidelberg über eine Vielzahl von Gastrobetrieben und über eine wunderschöne Altstadt verfügt. Man muss seine belebten Plätze regelmäßig reinigen und aufgrund der Corona-Pandemie und daraus resultierenden Verordnungen auch verstehen, dass die Menschen nun mehr denn je auf zentralen, öffentlichen Plätzen feiern oder ausruhen und Einrichtungen wie Clubs, Bars, Kinos  oder Ähnliches komplett wegfallen. 

Daher müssten eigentlich nicht nur werktags die Mülleimer bei zentralen Plätzen regelmäßig entleert werden, sondern besonders am Wochenende und an den Feiertagen und das bitte nicht nur innerhalb der Arbeitszeiten von 8 bis 17 Uhr. Man kann ja für diese Arbeit den entsprechenden Lohn anbieten, dann findet man auch Mitarbeiter:innen. 

Es wäre eine Überlegung wert, eine Tourismusabgabe auf To-Go Produkte einzuführen, um damit mehr Personal langfristig zu finanzieren. Kurzfristig könnte man gemeinsam mit Bürger:innen und Betrieben den Müll entsorgen. Ich selbst bin gerne für 2 bis 3 Stunden pro Woche dabei und werde gerne über Heideljournal weitere ehrenamtliche Personen suchen, wenn die Stadt Fahrzeug, Gerätschaften und einen Ansprechpartner zur Verfügung stellt. Denn das Müllproblem muss gemeinsam gelöst werden und bitte nicht auf Kosten der Bürger:innen! 

Nun eure Meinung dazu, wie kann man das Müllproblem nachhaltig lösen und wie nehmt ihr die Müllproblematik wahr? 

Nachtrag vom 1. Juni 15:50 Uhr: Ich habe heute erfahren, dass gegenüber die Neckarwiese, vor dem Container der Müll vom Sonntag immer noch da ist.